„Das wahre Leben spielt sich direkt vor deiner Nase ab. Verpass es nicht, nur weil du dauernd was zu tun hast. Spüre den süßen Duft des Lebens. Das Glück lässt sich finden.“

(Aus dem Buch „happy“ von Nicola Edwards)


Immer wieder ertappe ich mich dabei durchs Leben zu rennen anstatt im Hier und Jetzt zu bleiben und einfach mal nur zu sein.

Daher habe ich begonnen ein Dankbarkeitstagebuch zu schreiben und zu malen, in dem ich jeden Tag einen Moment, in dem ich besonders glücklich war oder eine Sache, für die ich gerade dankbar bin in einer Zeichnung oder einem Text festhalte.

Ich merke, dass ich dadurch achtsamer durch den Tag gehe. Nach und nach gelingt es mir immer mehr zwischendurch einfach mal innezuhalten und dadurch die kleinen Momente des Glücks nicht zu verpassen!

Vielleicht möchtet ihr auch einmal ausprobieren ein Zeichentagebuch zu führen oder macht es bereits, dann berichtet mir gerne darüber in den Kommentaren!

#1 Hormone oder doch Fliegenpilz?

Einmal im Monat werde ich zum Wutmonster. „Mama, was ist denn los mit dir heute? Hast du einen Fliegenpilz gegessen?“ Bei diesem süßen Spruch meiner Tochter war die Wut wie weggeblasen. Ich musste einfach nur Lachen und konnte wieder dankbar sein für meine liebe Tochter!

#2 Endlich Kaffee auf dem Spielplatz!

Den Eltern (mit etwas größeren Kindern) unter euch ist es bestimmt auch schon einmal so ergangen: Es geht mit den Kindern zum Spielplatz. Mittlerweile muss man nicht mehr aufpassen, dass sich der Nachwuchs wahlweise Sand oder irgendwelche Kleinteile wie Steine oder Hackschnitzel in den Mund steckt. Man muss auch nicht mehr fürchten, dass sie zu schnell irgendwelche Rutschen runter flitzen oder beim Klettern von Geländern runter fallen. Sprich, die Kindis spielen alleine auf dem Spielplatz und man ist (mehr oder weniger) überflüssig, steht so da und denkt: „Jetzt einen Kaffee und vielleicht noch einen Kuchen dazu, das wärs jetzt!“

Genau dieser Wunsch ging bei mir heute in Erfüllung, denn bei einem Restaurant bei uns im Dorf kann man – Corona sei Dank – jetzt Picknickkörbe (natürlich gefüllt :-)) mieten. Während die Kinder sich also auf dem Spielplatz vergnügten, wurde uns diese Mal die Zeit mit Kaffee, Kuchen und Eis versüßt, was mich definitiv seeeeeehr glücklich machte!

#3 Einfach nur puzzeln!

„Mama, ich will puzzeln!“ „Mama, puzzelst du mit mir?“ „Mama, wann kommst du denn endlich?“

„Gleich!“ „Ich muss noch kurz die Küche aufräumen …“ „Ich komme gleich, noch drei Sekunden!“ „Warte, ich muss noch kurz auf die Toilette, bin gleich da!“ „Ach Mist, ich muss noch kurz Papa anrufen und ihn etwas fragen, fang doch schon einmal an, ich bin wirklich gleich da!“

So oft renne ich an meinen Kindern vorbei, weil ich „noch kurz“ etwas zu erledigen habe und auch wenn ich dann mit ihnen spiele, rasen meine Gedanken weiter in meinem Kopf und ich bin zwar bei ihnen aber doch eigentlich gar nicht richtig da.

Gestern war mein Sohn krank daheim und da habe ich auf „Mama, ich möchte alle Puzzles machen, die ich habe, hilftst du mir?“ einfach mal mit „ja“ geantwortet und eine Stunde einfach nur gepuzzelt.

Dieses einfach nur puzzeln, alles andere stehen und liegen lassen und an nichts anderes denken, war unglaublich erleichternd und entspannend und auf jeden Fall ein Glücksmoment!

#4 Der erste Schnee

Mein Glücksmoment heute war definitiv der erste Schnee diesen Winter!

Ich freue mich jedesmal wieder wie ein kleines Kind, wenn ich die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen sehe!

#5 Stolz

Oft denkt man als Mama ja, dass die Zeit einfach viel zu schnell vergeht und man fragt sich, wo das Baby hin ist, dass man gefühlt gerade noch in seinen Armen gehalten hat.

Als ich heute beim Mittagessen meiner Tochter gegenüber saß, sah sie einfach schon so unglaublich groß und erwachsen aus.

Dieses Mal machte mich das aber gar nicht traurig, sondern einfach nur stolz und glücklich, dass aus meinem kleinen Baby schon so ein toller, großer Mensch geworden ist!

#6 Auf seinen Körper hören

Heute hatte ich den ganzen Tag über Kopfschmerzen. Oft ignoriere ich meinen Körper einfach völlig und mache weiter mit dem was eben gemacht werden muss.

Als mein Mann dann abends noch mit den Kindern draußen war, warteten eigentlich auch noch ein Haufen Wäsche und die Geschirrspülmaschine auf mich und es hätte sich natürlich so gut angeboten, das noch schnell fertig zu machen.

Heute aber habe ich es liegen lassen (Wäsche trocknet doch auch irgendwann, wenn man sie nur lange genug in der Badewanne liegen lässt, oder? :-)) und mich einfach nur mit einer Wärmeflasche aufs Sofa gelegt.

Als ich da so lag und einfach mal NICHTS machte, konnte ich meinen Körper förmlich sagen hören: „Danke, danke, dass du endlich auf mich gehört hast!“

In diesem Moment war ich einfach nur dankbar dafür, was mein Körper jeden Tag für mich macht.

#7 Digital Detox

Als Antwort auf diese Frage habe ich eigentlich nur ein Antwort: Erleichterung!

Erleichterung, nicht mehr ständig die neuen Corona Zahlen und Nachrichten lesen zu müssen, nicht mehr der ganzen Black Friday, Cyber Week und Weihnachtswerbung ausgesetzt zu sein und sich nicht mehr mit dem Leben anderer (oft völlig fremder) Menschen auf Instagram und Co. auseinandersetzten zu müssen.

Dafür gewonnen habe ich Zeit und einfach mehr Freiraum und Ruhe in meinem Kopf für mein eigenes Leben im Hier und Jetzt, das auch so schon trubelig und chaotisch genug ist aber dennoch auch voller schöner Momente, die ich ohne zuviel Handy viel besser wahrnehmen kann und die auch Corona mir nicht nehmen kann.

#8 Zauberhafte Schneelandschaft

Oft vergessen wir, dass wir die Berge direkt vor der Nase haben.

Dieses Wochenende aber nicht! In nur 20 Minuten fuhren wir von unserem verregneten Zuhause in eine wunderschöne Schneelandschaft.

Die Kinder waren begeistert und ich einfach nur glücklich mit meiner warmen Tasse Kaffee in der Hand, absoluter Ruhe (nachdem die Kinder den Berg runtergekugelt waren ;-)) und einem traumhaften Blick auf die Schweizer Alpen.