#3 Sonnenuntergang unter den Bäumen

Die dritte Aufgabe des Illustrationskurses lautete: „Bei Sonnenuntergang treffen wir uns unter den Bäumen.“ Wir sollten versuchen mit dieser Illustration eine Geschichte zu erzählen, „die im Zwielicht passiert, mit länger werdenden Schatten, verebbendem Licht und während die Sonne untergeht.“

Als ich „unter Bäumen“ las, kam mir irgendwie sofort Wald in den Kopf und dass ich gerne einmal Tiere malen würde. Einfach Tiere im Wald zu zeichnen fand ich aber etwas langweilig. Dann erinnerte ich mich daran, dass ich vor langer, langer Zeit (so mit ungefähr 10 oder 12 Jahren) einmal eine Geschichte geschrieben hatte und die begann so:

Die Tiere von St. Albans

Eines Abends saßen die Tiere von St. Albans wie so oft um ein Lagerfeuer vor dem Bau des Fuchses. Die Tiere von St. Albans, das waren: eine Maus namens Emil, das Katzenpärchen Mausi und Schnucki, Emu das Kamel und Bello der Hund, die zwei uralten Hühnerdamen Tick und Tack, der Falke Ara, Hektor der Fuchs, Bodo der Bär, die Regenwürmer Hansi und Hanna, das Chamäleon Üxe und, nicht zu vergessen, ein kleiner Maulwurf namens Karl Fridolin. Noch ahnten die Tiere nicht, wie nah ihnen der Tod vor den Augen stand, wenn sie nicht augenblicklich von hier verschwanden…

Diese Szene habe ich dann einmal versucht zu malen. Ich hatte wirklich noch überhaupt keine Erfahrungen mit dem Thema Licht und Schatten, daher schickte ich zunächst einmal eine Skizze mit Bleistift gezeichnen:

Dann machte ich mich daran, das Bild noch einmal farbig zu zeichnen. Was soll ich sagen? Mein Fazit: Als blutiger Anfänger, was Licht und Schatten angeht, hätte ich wohl lieber mit einem Baum, einem Tier und einer Lichtquelle anfangen sollen! Ich war ehrlich gesagt leicht überfordert, habe es aber trotzdem probiert und das ist dabei herausgekommen:

Ich habe mir jetzt einfach mal vorgestellt, dass die Tiere sich zum “Sonnenuntergang unter den Bäumen“ getroffen haben und sich so viel zu erzählen hatten, dass nun bereits die Nacht über sie hereingebrochen ist.

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